Kapitel 6 — Artikel XXIII–XXXI: Amt und Sakramente
Abschnitt 28. Artikel XXVIII. Vom Abendmahl des Herrn. Das Abendmahl des Herrn ist nicht nur ein Zeichen der Liebe, die Christen untereinander haben sollen, sondern vielmehr ein Sakrament unserer Erlösung durch den Tod Christi; so dass für die, welche es recht, würdig und gläubig empfangen, das Brot, das wir brechen, eine Teilhabe am Leib Christi ist, und ebenso der Kelch des Segens eine Teilhabe am Blut Christi ist. Die Transsubstantiation (oder die Wandlung der Substanz von Brot und Wein) im Abendmahl des Herrn kann aus der Heiligen Schrift nicht bewiesen werden, sondern widerstreitet den klaren Worten der Schrift, hebt das Wesen des Sakraments auf und hat Anlass zu vielerlei Aberglauben gegeben. Der Leib Christi wird im Abendmahl nur auf himmlische und geistliche Weise gegeben, genommen und gegessen. Und das Mittel, durch welches der Leib Christi im Abendmahl empfangen und gegessen wird, ist der Glaube. Das Sakrament des Abendmahls wurde nach der Einsetzung Christi nicht aufbewahrt, umhergetragen, emporgehoben oder angebetet.