Kapitel 9 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel VII: Von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten
Abschnitt 11. Ferner ist es wichtig zu beweisen, dass in Glück und Unglück, die bisweilen unterschiedslos das Los der Guten und der Bösen sind, alles von einer allweisen und allgerechten Vorsehung getan und geordnet wird. Es war daher notwendig, dass nicht nur im zukünftigen Leben Lohn für die Gerechten und Strafen für die Gottlosen bereitstehen, sondern dass sie durch ein öffentliches und allgemeines Gericht zugesprochen werden. So werden sie allen besser bekannt und offenkundiger gemacht werden; und zur Sühne für das unbegründete Murren, dem sogar die Heiligen selbst als Menschen bisweilen Ausdruck verliehen, wenn sie sahen, wie die Gottlosen an Reichtum Überfluss hatten und in Ehren glänzten, wird ein Loblied auf die Gerechtigkeit und Vorsehung Gottes von allen dargebracht werden. Beinahe wären meine Füße gestrauchelt, sagt der Prophet, fast wären meine Schritte geglitten, denn ich ereiferte mich über die Frevler, als ich das Glück der Sünder sah; und wenig später: Siehe, das sind Sünder, und dennoch, in der Welt im Überfluss lebend, haben sie Reichtum erlangt; und ich sprach: So habe ich umsonst mein Herz rein gehalten und meine Hände in Unschuld gewaschen; und ich bin den ganzen Tag geschlagen worden, und meine Züchtigung kam jeden Morgen. Dies war die häufige Klage vieler, und daher ist ein allgemeines Gericht notwendig, damit die Menschen nicht etwa versucht werden zu sagen, dass Gott an den Polen des Himmels wandelt und sich nicht um die Erde kümmert.