Römischer Katechismus 6.24

Kapitel 6 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel IV: Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben

Abschnitt 24. Christus wurde vom Vater und von sich selbst dem Tod überliefert — Dass Christus der Herr auch vom Vater und von sich selbst dem Tod überliefert wurde, bezeugt die Schrift. Denn bei Jesaja sagt Gott der Vater: Um der Sünden meines Volkes willen habe ich ihn geschlagen. Und kurz zuvor rief derselbe Prophet, erfüllt vom Geist Gottes, als er den Herrn mit Striemen und Wunden bedeckt sah: Wir alle sind wie Schafe in die Irre gegangen, ein jeder wandte sich auf seinen eigenen Weg, und der Herr hat auf ihn die Schuld von uns allen gelegt. Vom Sohn aber steht geschrieben: Wenn er sein Leben als Sühnopfer hingibt, wird er Nachkommen sehen, die lange leben. Dies drückt der Apostel in noch stärkerer Sprache aus, um zu zeigen, wie zuversichtlich wir unsererseits auf die grenzenlose Barmherzigkeit und Güte Gottes vertrauen sollten: Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben; wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?