Kapitel 6 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel IV: Gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben
Abschnitt 15. Die Betrachtung des Todes Christi soll unsere Liebe und Dankbarkeit wecken — Wenn wir über die Leiden und alle Qualen des Erlösers nachsinnen, ist nichts besser geeignet, unsere Seelen zu bewegen, als der Gedanke, dass er sie so freiwillig erduldete. Würde jemand um unseretwillen alle Arten von Leiden ertragen, nicht weil er sie wählte, sondern einfach weil er ihnen nicht entgehen konnte, so würden wir dies nicht für eine sehr große Gunst halten; doch würde er den Tod freiwillig und nur um unseretwillen erdulden, obwohl er die Macht hatte, ihn zu vermeiden, so wäre dies in der Tat eine so überwältigende Wohltat, dass sie selbst dem dankbarsten Herzen nicht nur die Kraft raubte, angemessenen Dank zu erstatten, sondern sogar gebührende Dankbarkeit zu empfinden. Wir können uns daher eine Vorstellung von der erhabenen und innigen Liebe Jesu Christi zu uns machen und von seinen göttlichen und grenzenlosen Ansprüchen auf unsere Dankbarkeit.