Römischer Katechismus 42.9

Kapitel 42 — Vierter Teil: Das Gebet — Amen

Abschnitt 9. Zuversicht und Dankbarkeit — Umgeben vom klarsten Licht von oben erkennen wir auch unsere eigene Niedrigkeit und wie erhaben die Majestät Gottes ist, gemäß dem Wort des heiligen Augustinus: Gib mir, Dich zu erkennen; gib mir, mich selbst zu erkennen. Unserer eigenen Kraft misstrauend, werfen wir uns so vorbehaltlos auf die Güte Gottes, nicht zweifelnd, dass Er, der uns im Schoß Seiner väterlichen wunderbaren Liebe hegt, uns im Überfluss gewähren wird, was immer zum Leben und Heil nötig ist. So werden wir uns mit der wärmsten Dankbarkeit, die unser Herz empfinden und unsere Lippen aussprechen können, an Gott wenden. Dies tat, wie wir lesen, der heilige David, der anfing zu beten: Rette mich vor allen, die mich verfolgen, und mit diesen Worten schloss: Ich will den Herrn preisen nach Seiner Gerechtigkeit und den Namen des Herrn, des Allerhöchsten, lobsingen.