Römischer Katechismus 41.13

Kapitel 41 — Vierter Teil: Das Gebet — Die siebte Bitte: Sondern erlöse uns von dem Bösen

Abschnitt 13. Nicht so der Christ. Wenn ihn Krankheit oder anderes Ungemach heimsucht, flieht er zu Gott als seiner höchsten Zuflucht und Verteidigung. Indem er Gott allein als den Urheber alles Guten und seinen Befreier anerkennt und verehrt, schreibt er Ihm alle Heilkraft zu, die in den Arzneien liegt, überzeugt, dass sie den Kranken nur insoweit helfen, als Gott es will. Denn Gott ist es, der dem Menschen die Arzneien gegeben hat, um seine leiblichen Gebrechen zu heilen; daher jene Worte des Jesus Sirach: Der Allerhöchste hat die Heilmittel aus der Erde geschaffen, und ein weiser Mann wird sie nicht verabscheuen. Wer also Jesus Christus seine Treue gelobt hat, setzt seine vornehmste Hoffnung auf Genesung nicht in solche Heilmittel; er setzt sie in Gott, den Urheber dieser Arzneien.