Römischer Katechismus 40.26

Kapitel 40 — Vierter Teil: Das Gebet — Die sechste Bitte: Und führe uns nicht in Versuchung

Abschnitt 26. Hiervon ist Jerusalem ein treffendes Beispiel, wie wir von Ezechiel erfahren. Gott hatte jene Stadt mit jeder Art von Schmuck so bereichert, dass Er von ihr durch den Mund des Propheten sagte: Du warst vollkommen durch meine Schönheit, die ich auf dich gelegt hatte. Doch Jerusalem, mit einer solchen Fülle göttlicher Gaben begünstigt, war so weit davon entfernt, Gott Dankbarkeit zu zeigen, von dem sie so viele Gnaden empfangen hatte und noch empfing, so weit davon entfernt, jene himmlischen Gaben zur Erlangung ihrer eigenen Glückseligkeit zu verwenden, dem Zweck, zu dem sie sie empfangen hatte, dass sie, nachdem sie die Hoffnung und den Gedanken aufgegeben hatte, geistlichen Nutzen aus ihnen zu ziehen, höchst undankbar gegen Gott, ihren Vater, zufrieden war, ihren gegenwärtigen Überfluss mit einer Üppigkeit und Ausschweifung zu genießen, die Ezechiel im selben Kapitel ausführlich beschreibt. Daher sind jene, denen Gott erlaubt, die reichlichen Gelegenheiten zu tugendhaften Werken, die Er ihnen gewährt hat, in Werkzeuge des Lasters zu verwandeln, Ihm gleichermaßen undankbar.