Römischer Katechismus 40.17

Kapitel 40 — Vierter Teil: Das Gebet — Die sechste Bitte: Und führe uns nicht in Versuchung

Abschnitt 17. Sollten aber einige der Gläubigen durch Schwäche oder Unwissenheit vor der Macht der Dämonen erschrecken, so sind sie zu ermutigen, wenn sie von den Wellen der Versuchung hin- und hergeworfen werden, in diesen Hafen des Gebetes Zuflucht zu nehmen. Denn wie groß auch die Macht und Hartnäckigkeit Satans sein mag, er kann uns in seinem tödlichen Hass gegen unser Geschlecht nicht so sehr oder so lange versuchen und quälen, wie es ihm beliebt; sondern alle seine Macht wird von der Herrschaft und Erlaubnis Gottes gelenkt. Das Beispiel Hiobs ist sehr bekannt. Satan hätte nichts berühren können, was ihm gehörte, wenn Gott nicht zum Teufel gesagt hätte: Siehe, alles, was er hat, ist in deiner Hand; andererseits, hätte der Herr nicht hinzugefügt: Nur strecke deine Hand nicht gegen seine Person aus, wäre Hiob mit seinen Kindern und seinem Besitz sogleich vom Teufel vernichtet worden. So beschränkt ist die Macht der Dämonen, dass sie ohne die Erlaubnis Gottes nicht einmal in die Schweine fahren konnten, die von den Evangelisten erwähnt werden.