Kapitel 40 — Vierter Teil: Das Gebet — Die sechste Bitte: Und führe uns nicht in Versuchung
Abschnitt 10. Der Apostel nennt die Dämonen Mächte wegen der Vortrefflichkeit ihrer Natur, da sie von Natur aus dem Menschen und allen anderen sichtbaren Geschöpfen überlegen sind. Er nennt sie auch Gewalten, weil sie nicht nur durch ihre Natur, sondern auch durch ihre Kraft hervorragen. Er bezeichnet sie als Herrscher der Welt der Finsternis, weil sie nicht die Welt des Lichtes und der Herrlichkeit regieren, das heißt die Guten und Frommen, sondern die Welt des Dunkels und der Finsternis, nämlich jene, die, verblendet durch den Schmutz und die Dunkelheit eines sündigen Lebens, zufrieden sind, den Teufel, den Fürsten der Finsternis, als ihren Anführer zu haben. Er nennt die Dämonen auch die Geister der Bosheit, weil es eine Bosheit des Geistes ebenso wie des Fleisches gibt. Was die Bosheit des Fleisches genannt wird, entflammt die Begierde zu Lüsten und Vergnügungen, die durch die Sinne wahrgenommen werden; während die Bosheit des Geistes böse Absichten und verderbte Wünsche sind, die zum höheren Teil der Seele gehören und die um so schlimmer als die Bosheit des Fleisches sind, wie der Verstand selbst und die Vernunft höher und vorzüglicher sind als die Sinne. Die Bosheit Satans nannte der Apostel in den Himmelshöhen, weil das Hauptziel des Bösen darin besteht, uns unseres himmlischen Erbes zu berauben.