Römischer Katechismus 4.19

Kapitel 4 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel II: Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn

Abschnitt 19. Wenn uns aber gesagt wird, dass Jesus der Sohn Gottes ist, dürfen wir nichts Irdisches oder Sterbliches bei seiner Geburt annehmen, sondern müssen fest glauben und fromm jene Geburt anbeten, durch die von Ewigkeit der Vater den Sohn gezeugt hat, ein Geheimnis, das die Vernunft nicht vollständig begreifen oder erfassen kann und bei dessen Betrachtung wir, gleichsam von Bewunderung überwältigt, mit dem Propheten ausrufen sollten: Wer wird seine Erzeugung erklären? In diesem Punkt also müssen wir glauben, dass der Sohn von derselben Natur, derselben Macht und Weisheit ist wie der Vater, wie wir es ausführlicher in den Worten des Nizänischen Glaubensbekenntnisses bekennen: Und an den einen Herrn Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, geboren vom Vater vor allen Zeiten, Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater, durch den alles geschaffen ist.