Römischer Katechismus 39.41

Kapitel 39 — Vierter Teil: Das Gebet — Die fünfte Bitte: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Abschnitt 41. Hier soll also der Seelsorger die gegensätzlichen Begierden des Fleisches und des Geistes erklären; dass ersteres zur Rache neigt, letzterer zur Vergebung bereit ist; dass daher ein beständiger Kampf und Streit zwischen ihnen herrscht. Daher soll er darauf hinweisen, dass, obwohl die Begierden der verderbten Natur sich stets der Vernunft widersetzen und auflehnen, wir deshalb nicht wegen unseres Heiles beunruhigt sein müssen, sofern der Geist in der Pflicht und Gesinnung verharrt, Kränkungen zu vergeben und unseren Nächsten zu lieben.