Römischer Katechismus 39.24

Kapitel 39 — Vierter Teil: Das Gebet — Die fünfte Bitte: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Abschnitt 24. Worum wir bitten, ist, dass Er uns von den Sünden befreie. Dies ist die Auslegung des heiligen Lukas, der anstelle von Schuld das Wort Sünden gebraucht, weil wir durch ihre Begehung vor Gott schuldig werden und eine Strafschuld auf uns laden, die wir entweder durch Genugtuung oder durch Leiden bezahlen müssen. Von dieser Schuld sprach Christus der Herr durch den Mund Seines Propheten: Damals bezahlte ich, was ich nicht geraubt hatte. Aus diesen Worten Gottes können wir verstehen, dass wir nicht nur Schuldner sind, sondern auch unfähig, unsere Schuld zu bezahlen, da der Sünder aus sich selbst völlig unfähig ist, Genugtuung zu leisten.