Römischer Katechismus 39.15

Kapitel 39 — Vierter Teil: Das Gebet — Die fünfte Bitte: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Abschnitt 15. Aber neben der Qual, die er wegen der Ungeheuerlichkeit seiner Sünden empfand, wurde David noch mehr durch die Erkenntnis betrübt, dass er durch seine Sünde den Zorn Gottes gegen sich hervorgerufen hatte. Denn die Gottlosen liegen im Krieg mit Gott, der über alle Maßen durch ihre Verbrechen beleidigt wird; daher sagt der Apostel: Zorn und Grimm, Trübsal und Angst über jede Seele des Menschen, der Böses wirkt. Obwohl die sündhafte Tat vergänglich ist, bleibt die Sünde dennoch durch ihre Schuld und ihren Makel bestehen; und der drohende Zorn Gottes verfolgt sie, wie der Schatten den Leib.