Römischer Katechismus 39.1

Kapitel 39 — Vierter Teil: Das Gebet — Die fünfte Bitte: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern

Abschnitt 1. Die Wichtigkeit der Erklärung dieser Bitte — So zahlreich sind die Dinge, die zugleich Gottes unendliche Macht und Seine ebenso unendliche Weisheit und Güte offenbaren, dass wir, wohin auch immer wir unsere Augen wenden oder unsere Gedanken richten, den gewissesten Zeichen der Allmacht und Güte begegnen. Und dennoch gibt es wahrhaftig nichts, was Seine höchste Liebe und wunderbare Barmherzigkeit gegen uns beredter verkündet als das unergründliche Geheimnis des Leidens Jesu Christi, aus dem jener nie versiegende Quell entspringt, der die Befleckungen der Sünde abwäscht. In diesem Quell wünschen wir unter der Führung und Freigebigkeit Gottes eingetaucht und gereinigt zu werden, wenn wir Ihn bitten, uns unsere Schuld zu vergeben.