Römischer Katechismus 38.8

Kapitel 38 — Vierter Teil: Das Gebet — Die vierte Bitte: Unser tägliches Brot gib uns heute

Abschnitt 8. Ohne Gottes Hilfe ist des Menschen Arbeit vergeblich — Unser Zustand ist also gänzlich verschieden von dem, was seiner und seiner Nachkommen Zustand gewesen wäre, wenn Adam auf die Stimme Gottes gehört hätte. Alles ist in Unordnung geraten und hat sich auf traurige Weise zum Schlechteren gewandelt. Unter den daraus entstandenen Übeln ist dieses nicht das geringste, dass die schwersten Kosten, Mühen und Anstrengungen oft vergeblich aufgewendet werden; entweder weil die Ernte unergiebig ist, oder weil die Früchte der Erde von schädlichem Unkraut, das um sie herum aufsprießt, erstickt werden, oder weil sie durch schwere Regenfälle, Stürme, Hagel, Mehltau oder Brand getroffen niedergehen und zugrunde gehen. So wird die gesamte Arbeit des Jahres rasch durch irgendein Unheil der Luft oder des Bodens zunichte gemacht, das uns zur Strafe für unsere Vergehen auferlegt wird, die den Zorn Gottes hervorrufen und Ihn daran hindern, unsere Bemühungen zu segnen. Das furchtbare Urteil, das am Anfang über uns verhängt wurde, bleibt bestehen.