Römischer Katechismus 38.5

Kapitel 38 — Vierter Teil: Das Gebet — Die vierte Bitte: Unser tägliches Brot gib uns heute

Abschnitt 5. Der Mensch braucht viele Dinge für sein leibliches Leben — Es ist wahr, dass er in jenem erhabenen Zustand der Unschuld, von dem er selbst und durch seine Übertretung all seine Nachkommenschaft fiel, der Nahrung bedurfte, um seine Kräfte zu erneuern; doch besteht ein großer Unterschied zwischen seinen Bedürfnissen und denen, denen wir unterworfen sind. Er brauchte keine Kleider, um sich zu bedecken, kein Haus, um sich zu schützen, keine Waffen, um sich zu verteidigen, keine Arznei, um die Gesundheit wiederherzustellen, noch viele andere Dinge, die für uns zum Schutz und zur Erhaltung unserer schwachen und gebrechlichen Leiber notwendig sind. Um die Unsterblichkeit zu genießen, hätte es für ihn genügt, von der Frucht zu essen, die der gesegnete Baum des Lebens ohne jede Mühe von ihm oder seiner Nachkommenschaft hervorbrachte.