Kapitel 37 — Vierter Teil: Das Gebet — Die dritte Bitte: Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden
Abschnitt 6. Die Schwäche des Menschen bei der Erfüllung von Gottes Willen — Sie vergleicht uns auch mit Kranken, die, solange ihr Leiden andauert, unfähig sind, die Pflichten und Aufgaben zu erfüllen, die gesunden und kräftigen Menschen zukommen. In gleicher Weise können auch wir ohne den Beistand der göttlichen Gnade keine Werke vollbringen, die vor Gott wohlgefällig sind. Selbst wenn es uns in diesem Zustand gelingt, etwas Gutes zu tun, wird es wenig oder gar nichts zur Erlangung der himmlischen Seligkeit nützen. Gott aber so zu lieben und Ihm so zu dienen, wie wir es sollen, ist etwas zu Edles und zu Erhabenes, als dass wir es in unserem gegenwärtigen niedrigen und schwachen Zustand durch menschliche Kräfte allein vollbringen könnten, wenn uns nicht die Gnade Gottes beisteht.