Römischer Katechismus 37.38

Kapitel 37 — Vierter Teil: Das Gebet — Die dritte Bitte: Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden

Abschnitt 38. Ergebung in Gottes Willen — Schließlich sind die Gläubigen zu ermahnen, sich in den einfachen und unbedingten Willen Gottes zu fügen. Wer meint, dass er in der Gesellschaft einen Platz einnimmt, der unter dem liegt, was er verdient, trage sein Los mit geduldiger Ergebung; er soll seinen Wirkungskreis nicht verlassen, sondern in der Berufung bleiben, zu der er berufen worden ist. Er unterwerfe sein eigenes Urteil dem Willen Gottes, der besser für unsere Belange sorgt, als wir es uns selbst auch nur wünschen können. Wenn wir von Armut, Krankheit, Verfolgung oder Bedrängnissen und Ängsten jeglicher Art heimgesucht werden, so lasst uns überzeugt sein, dass nichts davon uns ohne die Zulassung Gottes widerfahren kann, der der höchste Lenker aller Dinge ist. Wir sollen daher nicht zulassen, dass unser Gemüt allzu sehr dadurch beunruhigt wird, sondern ihnen mit Standhaftigkeit begegnen und stets die Worte auf den Lippen haben: Der Wille des Herrn geschehe; und ebenso jene des heiligen Job: Wie es dem Herrn gefallen hat, so ist es geschehen; der Name des Herrn sei gepriesen.