Römischer Katechismus 37.27

Kapitel 37 — Vierter Teil: Das Gebet — Die dritte Bitte: Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden

Abschnitt 27. Wir bitten, dass Gott in uns vollende, was Seine Gnade begonnen hat — Aber so entartet ist unsere Natur, dass wir, selbst wenn wir unseren Leidenschaften Gewalt angetan und sie dem Willen Gottes unterworfen haben, die Sünde nicht ohne Seinen Beistand meiden können, durch den wir vor dem Bösen beschützt und auf dem Weg des Guten geleitet werden. Wir müssen daher zu dieser Bitte unsere Zuflucht nehmen und Gott anflehen, in uns jene Dinge zu vollenden, die Er begonnen hat; die stürmischen Regungen der Leidenschaft zu unterdrücken; unsere sinnlichen Begierden der Vernunft zu unterwerfen; kurz, uns Seinem heiligen Willen gänzlich gleichförmig zu machen.