Römischer Katechismus 37.19

Kapitel 37 — Vierter Teil: Das Gebet — Die dritte Bitte: Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden

Abschnitt 19. Die Heiligen haben fast ohne Ausnahme nicht unterlassen, die hauptsächliche Gabe, die diese Bitte bezweckt, zum Gegenstand ihrer inbrünstigen Gebete zu Gott zu machen. Alle haben in der Tat im Wesentlichen dieses bewundernswerte Gebet gesprochen, wenngleich nicht selten in verschiedenen Worten. David, dessen Gesänge so wunderbare Innigkeit atmen, ergießt dasselbe Gebet in mannigfachen Anrufungen: O dass meine Wege darauf gerichtet wären, deine Satzungen zu halten; Führe mich auf dem Pfad deiner Gebote; Lenke meine Schritte nach deinem Wort, und lass kein Unrecht über mich herrschen. Im gleichen Geiste spricht er: Gib mir Verstand, und ich werde deine Gebote lernen; Lehre mich deine Urteile; Gib mir Einsicht, dass ich deine Zeugnisse erkenne. Oft drückt er denselben Gedanken auch mit anderen Worten aus und wiederholt ihn. Diese Stellen sollen den Gläubigen sorgfältig erklärt werden, damit alle die Größe und Fülle der heilsamen Gaben erkennen und verstehen, die im ersten Teil dieser Bitte enthalten sind.