Römischer Katechismus 36.14

Kapitel 36 — Vierter Teil: Das Gebet — Die zweite Bitte: Dein Reich komme

Abschnitt 14. Das Reich der Natur — In ihrem gewöhnlichen Sinn, der häufig von der Heiligen Schrift verwendet wird, bezeichnen die Worte Reich Gottes nicht nur jene Macht, die Gott über alle Menschen und über das gesamte Weltall besitzt, sondern auch Seine Vorsehung, die alle Dinge lenkt und regiert. In Seinen Händen, sagt der Prophet, sind alle Enden der Erde. Das Wort Enden schließt auch jene Dinge ein, die in den Tiefen der Erde begraben und in den verborgensten Winkeln der Schöpfung verhüllt sind. In diesem Sinne ruft Mordechai aus: O Herr, Herr, allmächtiger König, denn alle Dinge sind in deiner Macht, und es gibt niemanden, der deinem Willen widerstehen kann; du bist der Gott aller, und es gibt niemanden, der deiner Majestät widerstehen kann.