Römischer Katechismus 35.13

Kapitel 35 — Vierter Teil: Das Gebet — Die erste Bitte: Geheiligt werde dein Name

Abschnitt 13. Dass Gott für Seine Wohltaten gedankt werde — Schließlich beten wir, dass Gott Sein Licht in den Gemütern aller aufscheinen lasse, damit sie erkennen können, dass jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk, das vom Vater der Lichter kommt, uns von Ihm verliehen wird, und dass folglich Mäßigkeit, Gerechtigkeit, Leben, Gesundheit, mit einem Wort alle Güter der Seele, des Leibes und des Besitzes, alle natürlichen und übernatürlichen Güter als Gaben anerkannt werden müssen, die von Ihm gegeben wurden, von dem, wie die Kirche verkündet, alle Segnungen ausgehen. Wenn die Sonne durch ihr Licht, wenn die Sterne durch ihre Bewegung und ihren Umlauf dem Menschen von Nutzen sind; wenn die Luft, die uns umgibt, dazu dient, uns zu erhalten; wenn die Erde mit ihrer Fülle an Erzeugnissen und Früchten allen Menschen die Mittel zum Lebensunterhalt liefert; wenn unsere Herrscher durch ihre Wachsamkeit uns ermöglichen, Frieden und Ruhe zu genießen — so verdanken wir der unendlichen Güte Gottes diese und unzählige ähnliche Wohltat; ja selbst jene Ursachen, die die Philosophen Zweitursachen nennen, sollten wir als ebenso viele Hände Gottes betrachten, wunderbar geformt und für unseren Gebrauch eingerichtet, durch die Er Seine Segnungen verteilt und sie überall in Fülle ausgießt.