Kapitel 34 — Vierter Teil: Das Gebet — Das Gebet des Herrn: Einführung und Vater unser, der du bist im Himmel
Abschnitt 33. Nehmen wir zum Beispiel einen, der königliche Macht ausübt. Wenn er ein Christ ist, ist er nicht der Bruder aller derer, die in der Gemeinschaft des christlichen Glaubens vereint sind? Ja, ohne jeden Zweifel; und warum? Weil es nicht einen Gott gibt, der den Reichen und Vornehmen das Dasein verleiht, und einen anderen, der den Armen und Untergebenen das Dasein gibt. Es gibt nur einen Gott, den Vater und Herrn aller; und folglich haben wir alle denselben Adel der geistlichen Geburt, dieselbe Würde, denselben Ruhm der Abstammung; denn alle sind durch denselben Geist im selben Sakrament des Glaubens wiedergeboren und zu Kindern Gottes und Miterben desselben Erbes gemacht worden. Die Reichen und Großen haben nicht einen Christus als ihren Gott und die Armen und Niedrigen einen anderen; sie werden nicht durch verschiedene Sakramente eingeweiht; noch können sie ein anderes Erbe im Himmelreich erwarten. Wir sind alle Brüder, und wie der Apostel in seinem Brief an die Epheser sagt: Wir sind Glieder Seines Leibes, von Seinem Fleisch und von Seinen Gebeinen. Dies ist eine Wahrheit, die derselbe Apostel in seinem Brief an die Galater so ausdrückt: Ihr seid alle Kinder Gottes durch den Glauben an Jesus Christus; denn alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Da ist nicht Grieche noch Jude, nicht Sklave noch Freier, nicht Mann noch Frau; denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.