Kapitel 34 — Vierter Teil: Das Gebet — Das Gebet des Herrn: Einführung und Vater unser, der du bist im Himmel
Abschnitt 28. Eine weitere notwendige Folge dieser Kindschaft ist, dass nicht nur die Gläubigen dadurch in den Banden der Brüderlichkeit vereint sind, sondern dass wir, da der Sohn Gottes wahrhaft Mensch ist, auch Seine Brüder genannt werden und wirklich sind. So schrieb der Apostel in seinem Brief an die Hebräer über den Sohn Gottes: Er schämt sich nicht, sie Brüder zu nennen, indem Er spricht: »Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden.« Und lange zuvor hatte David dies von Christus dem Herrn vorhergesagt; während Christus selbst die Frauen im Evangelium so anspricht: Geht, sagt meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen; dort werden sie mich sehen. Diese Worte sprach Er, wie wir wissen, erst nach Seiner Auferstehung und als Er bereits die Unsterblichkeit angezogen hatte, womit Er zeigt, dass niemand sich einbilden darf, die Bande der Brüderlichkeit mit uns seien durch Seine Auferstehung und Himmelfahrt gelöst worden. Nicht nur hat die Auferstehung Christi diese Verbindung und Liebe nicht aufgelöst, sondern wir wissen, dass Er eines Tages, wenn Er von Seinem Thron der Herrlichkeit und Majestät die Menschheit aller Zeiten richten wird, selbst die Geringsten der Gläubigen mit dem Namen Brüder anreden wird.