Römischer Katechismus 34.26

Kapitel 34 — Vierter Teil: Das Gebet — Das Gebet des Herrn: Einführung und Vater unser, der du bist im Himmel

Abschnitt 26. In diesem Zusammenhang sollten die Gläubigen sich besonders davor hüten zu glauben, dass irgendein Unglück oder Leid, das sie trifft, ohne das Wissen Gottes geschehen kann; denn wir haben Seine eigenen Worte: Kein Haar eures Hauptes wird verlorengehen. Sie sollen vielmehr Trost finden in jenem göttlichen Wort aus der Offenbarung: Die ich liebe, die weise ich zurecht und züchtige ich; und Trost finden in der Ermahnung, die der heilige Paulus an die Hebräer richtet: Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn, und verzage nicht, wenn du von Ihm zurechtgewiesen wirst; denn wen der Herr liebt, den züchtigt Er, und Er schlägt jeden Sohn, den Er annimmt ... Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, ... dann seid ihr Bastarde und nicht Söhne ... Wenn wir ferner unsere leiblichen Väter als Erzieher hatten und sie ehrten, sollen wir dann nicht viel mehr dem Vater der Geister gehorchen und leben?