Kapitel 34 — Vierter Teil: Das Gebet — Das Gebet des Herrn: Einführung und Vater unser, der du bist im Himmel
Abschnitt 15. Obwohl diese Stellen den besprochenen Punkt klar belegen, sollte der Seelsorger, um die Gläubigen gründlich davon zu überzeugen, dass Gott niemals auch nur einen Augenblick den Menschen vergessen oder aufhören kann, ihm Zeichen Seiner väterlichen Zärtlichkeit zu schenken, dies noch weiter durch das eindrucksvolle Beispiel unserer Stammeltern bestätigen. Sie hatten Gottes Gebot missachtet und verletzt. Wenn man hört, wie sie scharf angeklagt werden und jenes furchtbare Verdammungsurteil gegen sie ausgesprochen wird: Verflucht sei der Erdboden um deinetwillen, mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren alle Tage deines Lebens; Dornen und Disteln soll er dir tragen; und du sollst das Kraut des Feldes essen; wenn man sieht, wie sie aus dem Paradies vertrieben werden; wenn man liest, dass ein Cherub am Eingang des Paradieses aufgestellt wurde, der ein flammendes, sich nach allen Seiten wendendes Schwert schwang, um jede Hoffnung auf ihre Rückkehr auszuschließen; und wenn man schließlich weiß, dass Gott sie mit inneren und äußeren Strafen heimgesucht hatte, um die Ihm zugefügte Beleidigung zu rächen — wäre man da nicht geneigt zu denken, dass die Lage des Menschen hoffnungslos sei? Würde man nicht meinen, dass er nicht nur jeder göttlichen Hilfe beraubt, sondern sogar jedem Unglück preisgegeben sei? Doch umgeben von so vielen Zeichen des göttlichen Zornes und der Vergeltung leuchtet ein Schimmer der Güte Gottes gegen ihn auf. Denn Gott der Herr, so sagt die Heilige Schrift, machte für Adam und sein Weib Kleider aus Fellen und bekleidete sie, was ein sehr deutlicher Beweis dafür war, dass Gott zu keiner Zeit den Menschen verlassen würde.