Römischer Katechismus 33.80

Kapitel 33 — Vierter Teil: Das Gebet — Über das Gebet im Allgemeinen

Abschnitt 80. Ferner haben wir als unseren vornehmsten Fürsprecher Christus den Herrn, der stets bereit ist, uns beizustehen, wie wir beim heiligen Johannes lesen: Wenn jemand sündigt, haben wir einen Fürsprecher beim Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist die Sühne für unsere Sünden. Ebenso sagt der Apostel Paulus: Christus Jesus, der gestorben ist, ja der auferweckt worden ist, der zur Rechten Gottes sitzt, der auch für uns eintritt. An Timotheus schreibt er: Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus; und an die Hebräer schreibt er: Daher musste er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott würde. Obwohl wir also unwürdig sind, unsere Bitten zu erlangen, sollen wir dennoch, die Würde unseres großen Mittlers und Fürsprechers Jesus Christus bedenkend und auf sie unser Vertrauen gründend, fest und zuversichtlich hoffen, dass Gott uns durch seine Verdienste alles gewähren wird, worum wir in rechter Weise bitten.