Kapitel 33 — Vierter Teil: Das Gebet — Über das Gebet im Allgemeinen
Abschnitt 78. Das Haupterfordernis eines guten Gebetes ist also, wie wir bereits gesagt haben, ein fester und unerschütterlicher Glaube. Dies zeigt der Apostel durch einen Gegensatz: Wie sollen sie den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Glauben also müssen wir, sowohl um zu beten als auch damit es uns nicht an jenem Glauben fehle, der das Gebet fruchtbar macht. Denn es ist der Glaube, der zum Gebet führt, und es ist das Gebet, das, indem es alle Zweifel beseitigt, dem Glauben Kraft und Festigkeit verleiht. Dies ist der Sinn der Ermahnung des heiligen Ignatius an jene, die im Gebet vor Gott treten wollen: Seid nicht zweifelnden Geistes im Gebet; selig, wer nicht gezweifelt hat. Um daher von Gott zu erlangen, was wir erbitten, sind Glaube und eine feste Zuversicht von vorrangiger Bedeutung, gemäß der Mahnung des heiligen Jakobus: Er bitte im Glauben und zweifle nicht.