Kapitel 32 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das neunte und zehnte Gebot
Abschnitt 8. Das Gesetz Gottes ist daher gleichsam ein Spiegel, in dem wir die Verderbnis unserer eigenen Natur erblicken; und daher diese Worte des Apostels: Ich haette die Begierde nicht erkannt, wenn das Gesetz nicht gesagt haette: Du sollst nicht begehren. Die Begierde, die der Zunder der Suende ist und die aus der Suende hervorging, ist unserer gefallenen Natur stets innewohnend; aus ihr erkennen wir, dass wir in Suende geboren wurden, und darum fliehen wir demuetig um Hilfe zu dem, der allein die Flecken der Suende tilgen kann.