Römischer Katechismus 32.39

Kapitel 32 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das neunte und zehnte Gebot

Abschnitt 39. Hauptsaechliche Weisen, in denen diese beiden Gebote verletzt werden — Die mehr als andere Sklaven der Begierde sind, sollte der Seelsorger mit groesserem Eifer ermahnen, dieses Gebot zu beachten. Solche sind folgende: diejenigen, die ungehoerigen Vergnuegungen ergeben sind oder sich unmassig der Zerstreuung hingeben; Kaufleute, die sich Knappheit wuenschen und es nicht ertragen koennen, dass andere Kaeufer oder Verkaeufer sie daran hindern, teurer zu verkaufen oder billiger zu kaufen; diejenigen, die ihren Naechsten in Not sehen moechten, damit sie selbst beim Kaufen oder Verkaufen Vorteil ziehen koennen; Soldaten, die nach Krieg duersten, um sich mit Beute zu bereichern; Aerzte, die sich die Ausbreitung von Krankheiten wuenschen; Rechtsanwaelte, die sich eine grosse Zahl von Faellen und Rechtsstreitigkeiten wuenschen; und Handwerker, die aus Gier nach Gewinn sich eine Knappheit der Lebensnotwendigkeiten wuenschen, um ihre Gewinne zu steigern.