Römischer Katechismus 32.14

Kapitel 32 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das neunte und zehnte Gebot

Abschnitt 14. Wenn es also bisweilen erlaubt ist zu begehren, muss eingeraeumt werden, dass nicht jede Art von Begierde verboten ist. Der heilige Paulus sagt zwar, dass die Begierde Suende sei; aber seine Worte sind in demselben Sinn zu verstehen wie die des Mose, den er anfuehrt, wie der Apostel selbst erklaert, wenn er sie in seinem Brief an die Galater die Begierde des Fleisches nennt; denn er sagt: Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Begierden des Fleisches nicht erfuellen.