Römischer Katechismus 32.13

Kapitel 32 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das neunte und zehnte Gebot

Abschnitt 13. Wenn sie jedoch wohlgeordnet ist und in gehoerenden Grenzen gehalten wird, ist sie oft noch die Quelle nicht geringen Vorteils. Erstens fuehrt sie uns dazu, Gott bestaendig anzuflehen und ihn demutig um die Dinge zu bitten, die wir am meisten begehren. Das Gebet ist der Dolmetscher unserer Wuensche; und wenn diese erlaubte Begierde nicht in uns waere, waere das Gebet in der Kirche Gottes weit weniger haeufig. Sie laesst uns auch die Gaben Gottes hoeher schaetzen; denn je sehnlicher wir etwas begehren, desto teurer und angenehmer wird uns sein Besitz sein. Schliesslich vermehrt die Befriedigung, die wir aus dem Erwerb des ersehnten Gutes empfangen, die Innigkeit unserer Dankbarkeit gegenueber Gott.