Kapitel 31 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das achte Gebot
Abschnitt 39. Was gibt es ferner Suendhafteres, was Niedertraechtigeres, als, wie der heilige Jakobus sagt, mit derselben Zunge, mit der wir Gott und den Vater preisen, die Menschen zu verfluchen, die nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen sind, so dass aus derselben Quelle suesses und bitteres Wasser fliesst? Die Zunge, die zuvor dazu verwendet wurde, Gott Lob und Ehre zu erweisen, behandelt ihn nachher, soweit sie es vermag, durch Luege mit Schmach und Unehre. Daher werden die Luegner von der Teilhabe an der Seligkeit des Himmels ausgeschlossen. Auf die Frage Davids: Herr, wer darf weilen in deinem Zelt? antwortet der Heilige Geist: Der die Wahrheit redet in seinem Herzen, der keinen Betrug geuebt hat mit seiner Zunge.