Römischer Katechismus 31.22

Kapitel 31 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das achte Gebot

Abschnitt 22. Noch verderblicher ist die Sprache, die bisweilen von Freunden und Verwandten an eine Person gerichtet wird, die an einer toedlichen Krankheit leidet und dem Tode nahe ist, wenn sie ihr versichern, dass keine Todesgefahr bestehe, sie guten Mutes sein solle, sie von der Beichte abhalten, als ob allein der Gedanke daran sie mit Schwermut erfuellen muesste, und schliesslich ihre Aufmerksamkeit von aller Sorge und allem Nachdenken ueber die Gefahren ablenken, die sie in der letzten gefahrvollen Stunde bedrohen.