Kapitel 30 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das siebte Gebot
Abschnitt 55. Die Berufung auf finanzielle Notlage — Schließlich finden manche eine hinreichende Rechtfertigung des Diebstahls in ihren eigenen Verlegenheiten und behaupten, sie seien von Schulden überwältigt, die sie nicht anders als durch Diebstahl abtragen könnten. Solchen Personen soll klargemacht werden, dass keine Schuld schwerer auf allen Menschen lastet als jene, die wir täglich in diesen Worten des Gebetes des Herrn erwähnen: Vergib uns unsere Schulden. Daher ist es der Gipfel der Torheit, bereit zu sein, unsere Schuld bei Gott durch neue Sünde zu vergrößern, um unsere Schulden bei den Menschen bezahlen zu können. Es ist viel besser, ins Gefängnis geworfen zu werden als in die ewigen Qualen der Hölle; es ist weitaus schlimmer, durch das Urteil Gottes verurteilt zu werden als durch das der Menschen. Daher wird es unsere Pflicht, zur Hilfe und Barmherzigkeit Gottes Zuflucht zu nehmen, von dem wir alles erhalten können, was wir brauchen.