Römischer Katechismus 30.50

Kapitel 30 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das siebte Gebot

Abschnitt 50. Die Berufung auf Bequemlichkeit und Wohlstand — Manche plädieren zur Rechtfertigung eines solchen Verhaltens nicht mit dem Ehrgeiz, Glanz und Ruhm aufrechtzuerhalten, sondern mit dem Wunsch, sich die Mittel zu verschaffen, in größerer Bequemlichkeit und Eleganz zu leben. Diese sind zu widerlegen, und es soll ihnen gezeigt werden, wie gottlos die Worte und das Verhalten derer sind, die ihre eigene Bequemlichkeit dem Willen und der Ehre Gottes vorziehen, den wir, indem wir seine Gebote vernachlässigen, aufs Schwerste beleidigen. Und doch: Welchen wirklichen Vorteil kann der Diebstahl bringen? Ist er nicht die Quelle sehr vieler schwerer Übel? Verwirrung und Reue, sagt Jesus Sirach, kommen über den Dieb. Aber selbst wenn kein Nachteil den Dieb ereilt, beleidigt er den göttlichen Namen, widersetzt sich dem heiligsten Willen Gottes und verachtet seine heilsamen Vorschriften. Daraus entspringen aller Irrtum, alle Unredlichkeit, alle Gottlosigkeit.