Kapitel 30 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das siebte Gebot
Abschnitt 25. Was aber sollen wir von jenen Reichen sagen, die mit Strenge eintreiben, was sie den Armen geliehen haben, obwohl diese nicht in der Lage sind, es zu bezahlen, und die unter Missachtung des Gesetzes Gottes sogar die notwendige Kleidung der unglücklichen Schuldner als Pfand nehmen? Denn Gott sagt: Wenn du von deinem Nächsten ein Kleid zum Pfand nimmst, so gib es ihm vor Sonnenuntergang zurück, denn es ist seine einzige Bedeckung, die Kleidung seines Leibes; er hat nichts anderes, worin er schlafen kann; wenn er zu mir schreit, werde ich ihn erhören, denn ich bin barmherzig. Ihre strenge Eintreibung wird mit Recht Raubgier genannt und daher Raub.