Kapitel 3 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel I: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde
Abschnitt 6. Der Glaube verlangt ein offenes Bekenntnis — Der Seelsorger soll auch lehren, dass derjenige, der sagt: Ich glaube, außer der inneren Zustimmung des Geistes, die ein innerer Akt des Glaubens ist, auch offen bekennen und mit Bereitwilligkeit anerkennen und verkünden soll, was er innerlich und in seinem Herzen glaubt. Denn die Gläubigen sollen von demselben Geist beseelt sein, der durch die Lippen des Propheten sprach, als er sagte: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet; und sollen dem Beispiel der Apostel folgen, die den Fürsten des Volkes antworteten: Wir können nicht umhin, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben. Sie sollen ermutigt werden durch die edlen Worte des heiligen Paulus: Ich schäme mich des Evangeliums nicht. Denn es ist eine Kraft Gottes zum Heil für jeden, der glaubt; und ebenso durch jene anderen Worte, in denen die Wahrheit dieser Lehre ausdrücklich bestätigt wird: Mit dem Herzen glaubt man zur Gerechtigkeit, mit dem Munde aber bekennt man zum Heil.