Römischer Katechismus 3.32

Kapitel 3 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel I: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde

Abschnitt 32. Obwohl Gott aber alles vermag, kann er doch nicht lügen, noch täuschen, noch getäuscht werden; er kann nicht sündigen, nicht aufhören zu sein, nicht unwissend in irgendetwas sein. Diese Mängel sind nur mit solchen Wesen vereinbar, deren Handlungen unvollkommen sind; Gott aber, dessen Taten stets vollkommenst sind, wird deshalb als unfähig zu solchen Dingen bezeichnet, weil das Vermögen, sie zu tun, Schwäche bedeutet, nicht die höchste und unendliche Macht über alle Dinge, die Gott besitzt. So glauben wir Gott als allmächtig, dass wir von ihm gänzlich alles ausschließen, was nicht aufs Engste mit der Vollkommenheit seiner Natur verbunden und vereinbar ist.