Kapitel 3 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel I: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde
Abschnitt 30. "Allmächtiger" — Die Heilige Schrift pflegt, um die Frömmigkeit und Andacht auszudrücken, mit der der heiligste Name Gottes angebetet werden soll, seine höchste Macht und unendliche Majestät auf verschiedene Weisen darzustellen; aber der Seelsorger soll vor allem lehren, dass ihm am häufigsten allmächtige Gewalt zugeschrieben wird. So spricht er von sich selbst: Ich bin der allmächtige Herr; und Jakob betete, als er seine Söhne zu Joseph sandte, so für sie: Möge mein allmächtiger Gott ihn euch günstig stimmen. In der Offenbarung steht auch geschrieben: Der Herr Gott, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige; und an einer anderen Stelle wird der Letzte Tag der große Tag des allmächtigen Gottes genannt. Bisweilen wird dasselbe Attribut in vielen Worten ausgedrückt; so: Bei Gott ist kein Ding unmöglich; Ist die Hand des Herrn etwa zu kurz? Deine Macht steht dir zu Gebote, wann immer du willst, und so weiter.