Kapitel 3 — Erster Teil: Das Glaubensbekenntnis — Artikel I: Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde
Abschnitt 10. Die durch den Glauben erlangte Gotteserkenntnis ist klarer — Obwohl dies so ist, hat Gott, wie der Apostel sagt, doch sich selbst nicht unbezeugt gelassen, indem er Gutes tat vom Himmel, Regen gab und fruchtbare Zeiten und unsere Herzen erfüllte mit Speise und Freude. Daher kommt es, dass die Philosophen keine geringe Vorstellung von der Gottheit fassten, ihm nichts Körperliches, Grobes oder Zusammengesetztes zuschrieben. Sie betrachteten ihn als die Vollkommenheit und Fülle alles Guten, von dem, wie aus einem ewigen, unerschöpflichen Quell der Güte und Milde, jede vollkommene Gabe allen Geschöpfen zufließt. Sie nannten ihn den Weisen, den Urheber und Liebhaber der Wahrheit, den Gerechten, den Gütigsten, und gaben ihm noch viele andere Bezeichnungen, die höchste und unbedingte Vollkommenheit ausdrücken. Sie erkannten, dass seine unermessliche und unendliche Macht jeden Ort erfüllt und sich auf alle Dinge erstreckt.