Römischer Katechismus 29.6

Kapitel 29 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das sechste Gebot

Abschnitt 6. Andere Sünden gegen die Keuschheit sind verboten — Dass jede Art von Unsittlichkeit und Unreinheit in diesem Verbot des Ehebruchs eingeschlossen ist, wird durch die Zeugnisse des heiligen Augustinus und des heiligen Ambrosius bewiesen; und dass dies die Bedeutung des Gebotes ist, wird sowohl durch das Alte als auch durch das Neue Testament bestätigt. In den Schriften des Mose werden außer dem Ehebruch auch andere Sünden gegen die Keuschheit als bestraft erwähnt. So berichtet das Buch Genesis vom Urteil Judas über seine Schwiegertochter. Im Deuteronomium findet sich das vortreffliche Gesetz des Mose, dass es keine Dirne geben solle unter den Töchtern Israels. Hüte dich, mein Sohn, vor aller Unzucht, so ermahnt Tobias seinen Sohn; und bei Jesus Sirach lesen wir: Schäme dich, eine Dirne anzubl icken.