Römischer Katechismus 29.15

Kapitel 29 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das sechste Gebot

Abschnitt 15. Unreinheit ist eine schmutzige Sünde — Das oben genannte Unheil ist zwar jeder Todsünde gemeinsam. Was aber dieser Sünde eigen ist, besteht darin, dass die Unzüchtigen gegen ihren eigenen Leib sündigen, gemäß den Worten des Apostels: Flieht die Unzucht. Jede Sünde, die ein Mensch begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen Leib. Der Grund ist, dass ein solcher seinem eigenen Leib Unrecht tut, indem er dessen Heiligkeit verletzt. Daher sagt der heilige Paulus an die Thessalonicher: Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, dass ihr euch der Unzucht enthaltet, dass ein jeder von euch sein Gefäß in Heiligung und Ehre zu besitzen wisse, nicht in der Leidenschaft der Begierde wie die Heiden, die Gott nicht kennen.