Kapitel 28 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das fünfte Gebot
Abschnitt 32. Hier findet auch ein Argument Anwendung, das der heilige Chrysostomus kundig und gelehrt behandelt hat. Es besagt, dass kein Mensch anders als durch sich selbst verletzt wird. Möge der Mensch, der sich von einem anderen verletzt glaubt, die Sache auf die rechte Weise bedenken, und er wird gewiss finden, dass er von anderen keinen Schaden oder Verlust erlitten hat. Denn obwohl er von äußeren Ursachen Schaden erfahren haben mag, ist er selbst sein größter Feind, indem er auf ruchlose Weise seine Seele mit Hass, Übelwollen und Neid befleckt.