Kapitel 28 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das fünfte Gebot
Abschnitt 21. Von diesen Heilmitteln ist das wirksamste, sich eine gerechte Vorstellung von der Verruchtheit des Mordes zu bilden. Die Ungeheuerlichkeit dieser Sünde wird aus vielen gewichtigen Stellen der Heiligen Schrift offenbar. So sehr verabscheut Gott den Totschlag, dass Er in der Heiligen Schrift erklärt, Er werde selbst vom Tier des Feldes Rechenschaft für das Leben des Menschen fordern, und befiehlt, das Tier, das den Menschen verletzt, zu töten. Und wenn der Allmächtige dem Menschen befahl, einen Abscheu vor dem Blut zu haben, so tat Er dies aus keinem anderen Grund, als um ihm die Pflicht einzuprägen, sich gänzlich, sowohl in Tat als auch im Verlangen, von der Ungeheuerlichkeit des Totschlags fernzuhalten.