Kapitel 25 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das zweite Gebot
Abschnitt 4. Dieser Eifer kann nicht als überflüssig angesehen werden, da es nicht an solchen fehlt, die so von der Finsternis des Irrtums verblendet sind, dass sie sich nicht scheuen, seinen Namen zu lästern, den die Engel verherrlichen. Die Menschen werden durch das erlassene Gebot nicht davon abgehalten, schamlos und verwegen die göttliche Majestät jeden Tag, ja zu jeder Stunde und jedem Augenblick des Tages zu schmähen. Wer weiß nicht, dass jede Behauptung von einem Schwur begleitet wird und von Flüchen und Verwünschungen strotzt? So weit ist diese Gottlosigkeit getrieben worden, dass es kaum jemanden gibt, der kauft oder verkauft oder irgendein Geschäft abwickelt, ohne zum Schwören Zuflucht zu nehmen, und der nicht selbst in den unbedeutendsten und geringfügigsten Angelegenheiten den allerheiligsten Namen Gottes tausendmal entweiht.