Römischer Katechismus 25.37

Kapitel 25 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das zweite Gebot

Abschnitt 37. Wenn unser Herr sagt: Eure Rede sei „Ja, ja" — „Nein, nein", verbietet er offenkundig die Gewohnheit des Schwörens in der gewöhnlichen Unterhaltung und bei geringfügigen Dingen. Er ermahnt uns daher besonders, nicht allzu bereit und willig zum Schwören zu sein; und dies soll sorgfältig erklärt und den Gläubigen eingeprägt werden. Dass aus der ungezügelten Gewohnheit des Schwörens zahllose Übel erwachsen, wird durch das Zeugnis der Heiligen Schrift und die Aussagen der heiligsten Kirchenväter bewiesen. So lesen wir im Buch Sirach: Gewöhne deinen Mund nicht ans Schwören, denn dabei gibt es viele Fehltritte; und ferner: Ein Mensch, der viel schwört, wird voll von Ungerechtigkeit sein, und die Geißel wird nicht von seinem Hause weichen. In den Werken des heiligen Basilius und des heiligen Augustinus gegen die Lüge kann man noch viel mehr über dieses Thema finden.