Kapitel 25 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das zweite Gebot
Abschnitt 12. Lob und Danksagung — Ferner ehren und verehren wir den Namen Gottes, wenn wir aus religiöser Pflicht sein Lob feiern und unter allen Umständen, sei es in guten oder widrigen Zeiten, ihm grenzenlosen Dank abstatten. So sprach der Prophet: Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nie, was er an dir getan hat. Unter den Psalmen Davids gibt es viele, in denen er, von einzigartiger Frömmigkeit gegenüber Gott beseelt, in süßesten Klängen das göttliche Lob singt. Da ist auch das Beispiel der bewundernswerten Geduld Hiobs, der, von den schwersten und erschreckendsten Heimsuchungen betroffen, nie aufhörte, mit erhabenem und unbesiegtem Geist Gott zu preisen. Wenn wir daher unter Bedrängnis des Geistes oder des Leibes leiden, wenn Elend und Unglück uns bedrücken, lasst uns sogleich alle unsere Gedanken und alle Kräfte unserer Seele auf das Lob Gottes richten und mit Hiob sprechen: Gelobt sei der Name des Herrn.