Römischer Katechismus 24.50

Kapitel 24 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das erste Gebot

Abschnitt 50. Wie die Worte dieses Gebotes nicht im Widerspruch stehen zu der Aussage des Propheten: Die Seele, die sündigt, soll sterben, wird durch die Autorität des heiligen Gregor, gestützt auf das Zeugnis aller alten Väter, klar aufgezeigt. Wer, sagt er, dem schlechten Beispiel eines bösen Vaters folgt, ist auch durch dessen Sünden gebunden; wer aber dem Beispiel seines Vaters nicht folgt, wird keineswegs für die Sünden des Vaters leiden. Daraus folgt, dass ein böser Sohn, der sich nicht scheut, seine eigene Bosheit zu den Lastern seines Vaters hinzuzufügen, von denen er weiß, dass sie den göttlichen Zorn erregt haben, die Strafe nicht nur für seine eigenen Sünden, sondern auch für die seines Vaters zahlt. Es ist gerecht, dass derjenige, der sich nicht scheut, in die Fußstapfen eines bösen Vaters zu treten, vor dem Angesicht eines strengen Richters gezwungen wird, im gegenwärtigen Leben die Verbrechen seines bösen Vaters zu büßen.