Römischer Katechismus 24.49

Kapitel 24 — Dritter Teil: Der Dekalog — Das erste Gebot

Abschnitt 49. Die Gläubigen sind auch zu belehren, dass die hier angedrohten Strafen das dritte und vierte Geschlecht der Gottlosen und Bösen treffen; nicht dass die Kinder immer für die Sünden ihrer Vorfahren bestraft werden, sondern dass, während diese und ihre Kinder ungestraft bleiben mögen, ihre Nachkommen nicht alle dem Zorn und der Rache des Allmächtigen entgehen werden. Dies geschah im Falle des Königs Josias. Gott hatte ihn wegen seiner außerordentlichen Frömmigkeit verschont und ihn in Frieden zum Grab seiner Väter versammeln lassen, damit seine Augen nicht das Unheil sehen müssten, das Juda und Jerusalem wegen der Bosheit seines Großvaters Manasse treffen sollte; doch nach seinem Tod ereilte die göttliche Vergeltung seine Nachkommenschaft derart, dass selbst die Kinder des Josias nicht verschont blieben.